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Rita Röhrl am Brennpunkt in Arnbruck

rita roehrl im bad

Landratskandidatin Rita Röhrl am Brennpunkt in Arnbruck

Veranstaltung im Panoramabadcafe

Arnbruck. Auf Einladung des SPD-Ortsvereins legte Rita Röhrl dar, wie sie als Landrätin den Landkreis Arberland unterstützen will. Dazu gehöre eine intakte Infrastruktur, für die sie sich stark mache und, das hörten die Besucher gerne, auch Hallenbäder gehören dazu. „Es genügt nicht, zu sagen, dass jedes Kind schwimmen lernen soll, da muss man auch etwas tun dafür“.

Stellvertretender SPD Vorsitzender Stefan Neppl begrüßte im Panoramabadcafe die zahlreichen Besucher, unter ihnen die Bürgermeister Hermann Brandl und Hans Hutter. „Rita Röhrl vorzustellen erübrigt sich“, so Neppl, „sei sie doch das Gesicht in der Kommunalpolitik im Landkreis und Bezirk“.

Bürgermeister Hermann Brandl wies darauf hin, dass der Veranstaltungsort bewusst gewählt wurde, denn das Panoramabad

beschäftige den Gemeinderat mindestens jedes Jahr einmal, wie es erhalten werden kann und welche Möglichkeiten es gibt, die Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen. Er freue sich, dass Rita Röhrl zur Landrätin kandidiere, denn sie bringe große kommunalpolitische Erfahrung mit, kennt die Abläufe in der Verwaltung und er wisse aus Jahrzehntelanger Zusammenarbeit im Kreistag und auf Gemeindeebene, dass sie sich für alle Landkreisbürgerinnen und –bürger einsetzen werde. Brandl fasste es so zusammen, E + E ist Erfahrung und Erfolg, das steht für Rita Röhrl.

Diesen Ball nahm Rita Röhrl gerne auf, mit 27-jähriger Erfahrung als Bürgermeisterin von Teisnach und 40 Jahre im Kreistag weiß sie gute Verwaltungen zu schätzen, die Gold wert sind, ansonsten sei man abhängig davon. Denn Gemeinden und Landkreise mit ihren Verwaltungen sind Dienstleister für die Bürger.
Aber sie betonte auch, dass sie keine Versprechen mache, die nicht zu halten seien. „Alles sei nicht machbar“, so Röhrl, das gelte auch für das Problem in Arnbruck mit einer Beteiligung am Hallenbad. Hier gelte es neue Lösungen für alle, die solche Einrichtungen haben, zu suchen. Sie sind nicht nur für den Schwimmunterricht der Kinder wichtig, sondern sind touristische Einrichtungen von überörtlicher Bedeutung. Nur gemeinsam sind Lösungen möglich, dafür bedarf es aber auch Mehrheiten im Kreistag. Sie wolle sich auch als Bürgermeisterin stärker als bisher an den Kosten des Schulschwimmunterrichtes beteiligen. Auch Schwimmbäder sind Infrastruktureinrichtungen, so wie Straßen und Breitbandausbau.

Diese Infrastrukturmaßnahmen gilt es zu erhalten und vor allem auszubauen. Davon darf am sich auch von Berufsnaturschützern nicht beirren lassen. Straßen sind wichtige Lebensadern für die Bewohner des Landkreises und noch mehr für die Betriebe. „Denn unsere Pendler, alle sich stolz auf den hohen Beschäftigungsgrad, müssen sicher und gesund zur Arbeit und wieder nach Hause kommen können“, sagte Röhrl. Als Beispiel nannte sie die jetzt im Bau befindliche Straße nach Hangenleithen, die seit 40 Jahren Thema im Landkreis war und durch Landrat Adam massiv angeschoben wurde.

Zur Infrastruktur gehören aber auch Schulen und Krankenhäuser, die immer wieder aufgerüstet werden müssen, so wie derzeit in Viechtach und in der Vergangenheit in Zwiesel, um der Bevölkerung eine wohnartnahe Versorgung zu ermöglichen. 13 Schulen sind zu unterhalten und manche zu sanieren, aktuell die Realschule in Zwiesel, die nach Röhrls Meinung regional wichtig sei, aber man versuchen muss, Synergieeffekte mit anderen Schulen zu erzielen.
Ein schwerer Brocken für die Landkreisfinanzen sei die Jugendhilfe, die den Landkreis inzwischen 5,6 Millionen Euro koste. Der Bund entscheide und die Kommunen koste es viel Geld. Röhrl forderte eine angemessene finanzielle Beteiligung des Bundes. Den Landratsamtsanbau verteidigte sie, damit für alle Beschäftigten vernünftige Arbeitsbedingungen herrschen. Zudem plädiert sie für eine Förderung der drei Städte im Landkreis, denn wenn es den Städten in der Region gut geht, geht es auch den Gemeinden besser.

Neben der Breitbandförderung soll auch der Ausbau des Mobilfunkes gefördert werden. Katharina Feigl monierte den teils schlechten Handyempfang auch an wichtigen Verkehrsverbindungen im Landkreis. Jeder weiß noch wie vor rund 20 Jahren, als der Ausbau des Mobilfunknetzes begann, die Bevölkerung gegen Sendemasten waren, so Röhrl.

Franz Fischer sieht die Notarztversorgung im ländlichen Raum auf dem Prüfstand, wenn die Krankenhausärzte nicht als Notärzte verpflichtet werden. Dies sei ein großes Problem pflichtete Röhrl ihm bei, aber bei dessen Lösung speilen viele auf der Klaviatur mit.

Max Kuchler, Bodenmais fand, dass die Tourismusarbeit auf eine breitere Basis gestellt werden müsste. Es seien Werbeverbünde geschaffen worden und bestehende, intakte Strukturen gilt es zu erhalten, so Röhrl.

"Ja, warum nicht, wenn das das einzige Problem ist“, erwiderte die Landratskandidatin auf die Frage von Richard Bauernfeind, ob sie „VIT“ wieder zulassen würde. Hildegard Kollmer, Drachselsried, zeigte Unverständnis für Entscheidungen im Bauamt. Da könne sie keine Versprechungen machen, so Röhrl, denn man muss sich jeden Fall genau anschauen und einzeln bewerten.