SPD und Parteifreie haben viel vor in den nächsten Jahren

Die Gemeinderatskandidaten der gemeinsamen Liste betonen die Dorfgemeinschaft, sie wollen Arnbruck für alle Generationen sicherer und für Betriebe attraktiver gestalten und das Kräftegleichgewicht im Gemeinderat herstellen, um Parteipolitik zu vermeiden. Der Rekordschuldenberg, der Ende 2026 fast 9 Millionen betragen soll, muss dringend abgebaut werden.
„Unsere Kinder sollen sicher in die Schule gehen können, hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so unterstreicht Nicole Freimuth ihre Forderung nach Maßnahmen für einen sicheren Schulweg. Karl Brandl, der durch sein großen ehrenamtliches Engagement bei HvO und Feuerwehr nur zu gut weiß, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern, ergänzt: „Wir dürfen nicht warten bis etwas passiert, wir müssen jetzt handeln.“ Die Listenkandidaten sehen es als problematisch an, dass kein Fußgängerweg über die Eckerstraße besteht und in den meisten Wohngebieten weder Tempo 30 noch Rechts-vor-Links gilt, so wie es anderswo üblich ist. „Zahlreiche aktive Senioren und Urlaubsgäste sind in unserem Ort unterwegs, auf die muss Rücksicht genommen werden“, ist Brandl überzeugt.
Viele junge Menschen und Familien sind auf der Suche nach einer Wohnung oder Bauland in Arnbruck. „Genau diese Leute sind unsere Zukunft“ ist sich Konrad Weiß sicher. „Wir müssen dafür sorgen, dass sie hier bleiben können, nur so können wir Schule und Kindergarten dauerhaft sichern. Wir brauchen in Arnbruck einen ‚Bauplatzturbo‘.“ Der 28-järige Alexander Offermanns kennt das Problem aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis: „Durch ein gutes Angebot an Wohnraum und Bauland könnten wir diese Entwicklung umdrehen und Menschen anlocken.“
Für Simon Muhr ist wichtig, dass „sich alle Ortsteile weiterentwickeln können“. Auch für die umliegenden Ortschaften sollen konkrete Ziele erarbeitet werden. Stefan Neppl aus Hötzelsried möchte dafür kämpfen, dass Wohnbebauung auch im Außenbereich ermöglicht wird.
Geht es nach den Kandidaten, soll Arnbruck attraktiver für Handwerker und Gewerbebetriebe werden. Mit Bäckermeister Andreas Janich, Schreiner Matthias Vogl und Malermeister Thomas Grotz sind auf der Liste von SPD und Parteifreien Bürgern gleich drei echte Macher vereint, die genau wissen, wie ortsansässige Betriebe besser unterstützt und neue Firmen angelockt werden können. „Im Gewerbegebiet müssen neue Flächen schnellstmöglich erschlossen werden“, so Vogl.
„Wir sind aber nur handlungsfähig, wenn wir unsere Finanzen im Griff haben“, betont Andreas Menacher. Man kam überein, dass in den nächsten Jahren sehr genau überlegt werden muss, ob eine Ausgabe getätigt werden kann oder nicht. Gerade bei verlockenden Förderquoten muss genau verglichen werden. Wie in letzten Jahren will man Alternativen prüfen und bei Angeboten genau hinschauen.
„Ein Dorf funktioniert nur als Gemeinschaft!“ darin sind sich die 14 Frauen und Männer der Kandidatenliste einig. Mesnerin Sonja Pfeffer wirbt für mehr Miteinander in Arnbruck: „Ich möchte erreichen, dass Vereine, Schule, Kindergarten, Kirche und Gemeinde vertrauensvoll zusammenarbeiten.“ Auch Kindergartenfördervereinsvorsitzender Barbara Brandl ist dies ein großes Anliegen.
Ingo Wuttke liegt ein gutes soziales Zusammenleben sehr am Herzen. Seit Jahren engagiert er sich ehrenamtlich für Mitbürger, die Hilfe brauchen: „Menschen, die aufgrund ihres Alters nicht mehr mobil sind oder die einen Schicksalsschlag verkraften müssen, sind froh wenn ihnen bei Behördengängen geholfen wird oder Fahrten organisiert werden.“
Bei großen Projekten sollen in der Zukunft die Arnbrucker wieder mehr eingebunden werden. Bürgerentscheide helfen dabei, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Robert Trum möchte Parteipolitik im Rathaus verhindern: „Acht Stimmen werden die Mehrheit im neuen Gemeinderat sein, mit einem starken Mandat können wir für Kräftegleichgewicht sorgen“, so der SPD-Ortsvorsitzende.
